Veränderung gestalten

Mit Herz, Haltung und Vision

40 Jahre AVV
und ein Blick nach vorn

Liebe Leserinnen und Leser,

Veränderung beginnt selten mit einem lauten Knall. Oft ist es ein leises Rauschen im Hintergrund, ein spürbarer Windhauch, der uns zeigt: Es bewegt sich etwas. Genau so fühlt es sich im Moment im Öffentlichen Personennahverkehr an – und auch bei uns im AVV.
Ich erinnere mich an viele Gespräche in den letzten Monaten – mit Kolleginnen, Partnern, mit Menschen, die täglich mit dem ÖPNV unterwegs sind. Immer wieder höre ich dieselbe Frage: „Wohin geht die Reise?“ Und meine Antwort ist: Wir sind mittendrin – in einem Wandel, der uns fordert, aber auch unendlich viele Chancen birgt.

In diesem Geist begleitet uns ein Zitat, das mich persönlich sehr berührt:

Öffne der Veränderung deine Arme, aber verliere dabei deine Werte nicht aus den Augen.

Dalai Lama

Dieser Satz beschreibt genau das, was wir im AVV leben. Wir stehen offen für Neues, für digitale Lösungen, klimafreundliche Antriebe, vernetzte Mobilität – aber wir vergessen dabei nie, warum wir das alles tun: Für die Menschen. Für unsere Region. Für eine Mobilität, die verbindet.

Mit diesem Verbundbericht lade ich Sie ein, mit uns gemeinsam zurückzublicken auf 40 Jahre AVV – und gleichzeitig nach vorn. Wir zeigen Ihnen, welche Schritte wir im letzten Jahr gegangen sind, wie wir dem Wandel mit Tatkraft begegnen – und was wir für die Zukunft vorhaben.
Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weitergehen. Mit Mut. Mit Verantwortung. Und mit dem festen Glauben daran, dass Veränderung dann gelingt, wenn wir sie mit Herz und Haltung gestalten.

Ihre Manuela Schaar

Wir sind die
Verkehrswende.
Hier war der AVV in den Jahren 2024 und 2025 unterwegs.
1 Frage
4 Antworten
Welche Veränderungen braucht der ÖPNV, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden?

Landrat Kreis Augsburg

Martin Sailer

Welche Veränderungen braucht der ÖPNV, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden?

Multimodalität wird die Zukunft des öffentlichen Verkehrs maßgeblich gestalten. Neben der Entwicklung digitaler Plattformen, die neben Auskunfts- auch Buchungs- und innovative Ticketingsysteme integrieren, ist auch eine Anpassung der Infrastruktur an Haltestellen und Knotenpunkten notwendig. Dort muss die nahtlose, barrierefreie und zuverlässige Kombination verschiedener Verkehrsmittel möglich sein. Nur so kann sich der ÖPNV als flexibles, vernetztes und nachhaltiges Verkehrssystem etablieren, das den Anforderungen der modernen Gesellschaft gerecht wird. Der ÖPNV muss sich daher auf diese Veränderungen vorbereiten. Das bedeutet jedoch auch einen steigenden Finanzierungsbedarf für die zuständigen Aufgabenträger. Das Finanzierungsmodell für den ÖPNV muss sich entsprechend verändern – eine verlässliche staatliche Förderung ist meiner Ansicht nach entscheidend. Diese sollte insbesondere Maßnahmen unterstützen, die zu den Klimaschutzzielen beitragen, wie etwa das Deutschlandticket, die Umsetzung von Multimodalität oder die Beschaffung emissionsfreier Verkehrsmittel. Dies ist ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung einer zukunftsfähigen öffentlichen Mobilität.

Landrat Kreis Aichach-Friedberg

Dr. Klaus Metzger

Welche Veränderungen braucht der ÖPNV, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden?

Der ÖPNV muss in den kommenden Jahren deutlich flexibler und effizienter gestaltet werden, um auch Gebiete zuverlässig mit öffentlicher Mobilität zu erreichen, die derzeit nur unzureichend oder gar nicht von klassischen Verkehrsmitteln bedient werden. Hierfür müssen die heutigen, starren ÖPNV-Strukturen mit festen Linien und Fahrplänen überdacht werden. Statt schwach-getakteter Linienverkehre sollte das Angebot auf flexible, bedarfsgesteuerte Verkehrslösungen umgestellt werden. Zusätzlich könnten Mobilitätsalternativen wie Car- und Bikesharing in das Gesamtangebot integriert werden. Mit kleineren Fahrzeugen lassen sich dann auch weniger frequentierte Gebiete bedarfsorientiert an größere Verkehrsknotenpunkte oder stark frequentierte Taktlinien anbinden. Solch flexible Mobilitätslösungen können zudem schnell auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Nutzer reagieren. Dann wird sich der ÖPNV zunehmend als flexibles, vernetztes und nachhaltiges Verkehrssystem etablieren, das den Anforderungen der modernen Gesellschaft gerecht wird.

Oberbürgermeisterin Stadt Augsburg

Eva Weber

Welche Veränderungen braucht der ÖPNV, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden?

Für Städte ist es wichtig, den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) intelligent mit anderen Mobilitätsangeboten wie Bike- und Carsharing zu kombinieren. So werden nachhaltige, effiziente und attraktive Mobilitätsangebote für die Menschen geschaffen, die nicht auf das eigene Auto angewiesen sind. Dafür müssen digitale Anwendungen weiterentwickelt werden – insbesondere Apps, die einen möglichst nahtlosen Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln ermöglichen und Buchungen zentral bündeln. Außerdem sollten Umstiege zwischen den Verkehrsmitteln möglichst schnell und einfach sein. ÖPNV-Entwicklungen müssen zudem eine stärkere Integration von Fuß- und Radwegen beinhalten. Um diese Ziele zu erreichen, sind Veränderungen in der Infrastruktur, den digitalen Systemen und den Verkehrsnetzstrukturen erforderlich. Langfristig leistet diese vernetzte Mobilität einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit: Wenn mehr Menschen neben dem ÖPNV Alternativen wie Fahrradfahren oder Carsharing nutzen, kann das den CO2-Ausstoß verringern und das Mobilitätsverhalten positiv verändern.

Landrat Kreis Dillingen a. d. Donau

Markus Müller

Welche Veränderungen braucht der ÖPNV, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden?

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg des ÖPNV-Angebots ist der Komfort. Dieser zeigt sich nicht nur in benutzerfreundlichen Auskunftssystemen, die durch die Integration von Echtzeitdaten eine optimale Reisekette ermöglichen, sondern auch in innovativen Ticketing-Lösungen, bei denen der Fahrgast keine detaillierten Tarifkenntnisse benötigt. Ebenso wichtig ist der Komfort beim Wechsel zwischen den Verkehrsmitteln, der durch ein gut vernetztes Angebot gewährleistet wird. Die Digitalisierung wird hierbei in großen Schritten voranschreiten, und auch der ÖPNV muss sich strukturell und organisatorisch an dieses rasante Tempo anpassen. Fahrgäste erwarten zunehmend mehr Flexibilität und Effizienz – kürzere Wege, geringere Wartezeiten und reibungslose Übergänge zwischen den Verkehrsmitteln dank optimal abgestimmter Fahrpläne. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind weitere Veränderungen in der Infrastruktur, den organisatorischen Prozessen und der technologischen Ausstattung des ÖPNV erforderlich.

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Welche Veränderungen braucht der ÖPNV, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden?