
Unterwegs
2025/26
Zusammenwachsen
2025 war für uns ein Jahr des Zusammenwachsens – intern, im Verbund und gemeinsam mit unseren Partnern. Ein Jahr, in dem die Zusammenarbeit enger, das Vertrauen stärker und der Blick auf gemeinsame Perspektiven klarer geworden ist.
Unser AVV-Team hat in den vergangenen zwölf Monaten viel bewegt. Die Entwicklungen dieses Jahres zeigen, was möglich wird, wenn Verantwortung, Verlässlichkeit und gemeinsames Handeln zusammenkommen. So konnten wir zentrale Themen mit Klarheit, Engagement und einem starken gemeinsamen Anspruch voranbringen.
Möglich wurde dieses Zusammenwachsen, weil wir Rollen weiterentwickelt, unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt, Entscheidungen fundiert getroffen und transparent kommuniziert haben. Die erreichten Fortschritte sind Ausdruck einer starken gemeinsamen Leistung – getragen von Kompetenz, Verlässlichkeit und dem Engagement aller Beteiligten. Mein Dank gilt allen Mitarbeitenden sowie unseren Partnerinnen und Partnern, die diesen Weg mit Vertrauen und konstruktiver Zusammenarbeit begleitet haben.
Der vorliegende Verbundbericht gibt einen kompakten und transparenten Überblick über die zentralen Entwicklungen, Projekte und Kennzahlen des vergangenen Jahres. Zugleich zeigt er, mit welchem gemeinsamen Anspruch wir die nächsten Schritte angehen und die Zusammenarbeit im Verbund weiter stärken wollen.
Kurz: Wir blicken mit Stolz auf das Erreichte – und mit neuer Energie auf das, was vor uns liegt.
„Zusammenwachsen heißt, Vertrauen zu stärken, Verantwortung zu teilen und Zukunft gemeinsam zu gestalten.“

Ihre Manuela Schaar
1 Frage - 5 Anworten
Fokus Verbunderweiterung: Was bringt die Verbunderweiterung den Menschen konkret?
Martin Sailer
Fokus Verbunderweiterung: Was bringt die Verbunderweiterung den Menschen konkret?
Für den Landkreis Augsburg liegt der größte Nutzen an den Schnittstellen zu Donau-Ries und Dillingen a.d.Donau – insbesondere im Norden: Grenzüberschreitende Verbindungen werden verlässlicher und besser planbar. Entscheidend ist nun, dass Freistaat, Verbund und Kommunen Finanzierung, Zuständigkeiten und Angebotsqualität eng aufeinander abstimmen, damit Anschlüsse und Takte im Alltag tatsächlich funktionieren. So entsteht ein spürbarer Mehrwert – auch über das Deutschlandticket hinaus.

Dr. Marc Sturm
Fokus Verbunderweiterung: Was bringt die Verbunderweiterung den Menschen konkret?
Die Verbunderweiterung ist vor allem eine Qualitätsfrage: Wir brauchen gemeinsame Standards, damit Mobilität über Grenzen hinweg verlässlich funktioniert. Dazu gehören klare, durchgängige Informationen – idealerweise in Echtzeit und start-ziel-orientiert. Wenn Investitionen und Angebot regional abgestimmt priorisiert werden, steigen Komfort und Akzeptanz dauerhaft.

Dr. Florian Freund
Fokus Verbunderweiterung: Was bringt die Verbunderweiterung den Menschen konkret?
Die Verbunderweiterung schließt die bestehende Lücke zwischen den Verbünden und bildet die realen Pendler- und Umlandströme rund um Augsburg besser ab. Gleichzeitig wird der ÖPNV für Freizeitwege attraktiver, weil man spontaner und unkomplizierter auch ohne Auto unterwegs sein kann. Wichtig ist, dass mittelfristig auch die Angebotsqualität mitwächst – damit der Lückenschluss nicht nur auf dem Papier bleibt, sondern im Alltag spürbar wird.

Markus Müller
Fokus Verbunderweiterung: Was bringt die Verbunderweiterung den Menschen konkret?
Für den Landkreis Dillingen a.d.Donau ist der AVV-Beitritt zum 01.01.2027 ein verkehrspolitischer Meilenstein: Erstmals seit der Gebietsreform wird der gesamte Landkreis in einem gemeinsamen Verkehrsverbund zusammengeführt. Das macht den ÖPNV einfacher, verständlicher und attraktiver – gerade für Gelegenheitsfahrer. Verbindungen nach Augsburg, Donauwörth und Nördlingen werden aus einem Guss gedacht, und auch die Nahverkehrsplanung kann künftig einheitlicher erfolgen. Trotz der bekannten Herausforderungen im ländlichen Raum ist die Verbunderweiterung deshalb ein klarer Gewinn für Mobilität, Teilhabe und Lebensqualität in unserer Heimat.

Michael Dinkelmeier
Fokus Verbunderweiterung: Was bringt die Verbunderweiterung den Menschen konkret?
Die Machbarkeitsstudie bestätigt starke Verkehrsbeziehungen aus dem Landkreis Donau-Ries in Richtung Augsburg – deshalb ist der Anschluss an den AVV eine zentrale Weichenstellung. Ab dem 01.01.2027 profitieren über 135.000 Menschen im Landkreis von einem leichteren Einstieg, vor allem über digitale Zugänge wie App, digitales Ticketing und AVVswipe. Das senkt Hürden im Alltag und erleichtert den Einstieg in den ÖPNV.



Der AVV wächst ab 01.01.2027:
Landkreis Donau-Ries und der Altlandkreis Dillingen a.d.Donau sind dann Teil des Verbunds.
Zum 01.01.2027 macht der AVV einen Sprung nach vorn: Das Verbundgebiet wächst von 76 auf 141 Städte und Gemeinden – ein Plus von 65. Damit gilt der AVV-Tarif künftig für rund 935.000 Menschen (heute ca. 720.000). Für Fahrgäste heißt das vor allem: ein Tarif, eine durchgängige Fahrplanauskunft und leichteres Umsteigen – mehr Orientierung und mehr vernetzte Mobilität in der ganzen Region.
Für Fahrgäste zählt’s: ein Ticket, ein Tarif, eine App
Ab Januar 2027 wird Mobilität im Erweiterungsgebiet einfacher: klarer, komfortabler und besser planbar.
- Ein Ticket – auch beim Umsteigen zwischen Bus und Bahn
- Ein Tarif – verständlich und einheitlich im ganzen Verbund
- Ein Fahrplan – passende Verbindungen schnell finden
- Eine App – planen, Echtzeit-Infos sehen und Tickets kaufen
- Ein Extra: AVVswipe für Gelegenheitsfahrten
Für die Landkreise: vor Ort entscheiden – im Verbund gewinnen
Der Beitritt bringt spürbare Vorteile – für Fahrgäste aber auch für die Landkreise Dillingen a.d.Donau und Donau-Ries. Denn für die Landkreise bedeutet der Beitritt: mehr Unterstützung im Hintergrund – bei gleichzeitig klarer Steuerung vor Ort
- AVV-Know-how nutzen – Bei der Planung und Ausschreibung von Verkehrsleistungen
- Gestalten, was vor Ort zählt – Bestellhoheit bleibt im Landkreis
- ÖPNV sichtbarer machen – mit AVV-Kommunikation und Marketing
- Von digitalen AVV-Lösungen profitieren – für Info, Ticket, Service
- Mehr Lebensqualität vor Ort – durch gestärkte, klimafreundliche Mobilität
Teilprojekte im Fokus – Ziel: 01.01.2027
2026 im Überblick: Das ist unser Fahrplan bis zum Start am 01.01.2027 – Schritt für Schritt, in klaren Teilprojekten.
Tarif & Vertrieb
Ticket- und Verkaufssysteme auf den erweiterten Verbund ausrichten
- Tarifsystem entwickeln – für das erweiterte Verbundgebiet
- Vertrieb startklar machen – analog & digital
Das Erweiterungsgebiet ist vollständig eintarifiert, Tagestickets und Mobil Abos sind abgestimmt. Die Tarifdaten sind umgesetzt und an die Vertriebspartner übergeben – parallel wurde die Technik in den Fahrzeugen erfasst und nötige Anpassungen angestoßen.
Stand Juni 2026
Recht & Verträge
Rahmen schaffen, Zuständigkeiten klären
- Verträge beschließen – z. B. Gesellschaftervertrag aktualisieren
- Allgemeine Vorschriften finalisieren – für Bahn- und Busunternehmen im Gebiet
Der Aufnahmebeschluss ist erfolgt. Gesellschaftervertrag und Beitragsvereinbarung sind in Arbeit – die nächsten Schritte stimmen wir aktuell ab.
Stand Juni 2026
Einnahmen
Aufteilung regeln, Übergang definieren
- Übergangsregelung erarbeiten und abstimmen
- Neue Einnahmenaufteilung festschreiben
Die Übergangsregelung für 2027 wird derzeit erarbeitet.
Stand Juni 2026
Betrieb & Angebot
Bestandsverkehre integrieren, Zukunft planen
- Bestehende Verkehre übernehmen – ins AVV-System
- Angebot weiterdenken – Strategie für neue Verkehre
Alle Verkehre und Haltestellen werden in die AVV Systeme übernommen – damit der Betrieb im Verbund reibungslos läuft. Fahrzeugausstattungen sind geprüft, notwendige Umrüstungen sind angestoßen.
Stand Juni 2026
Fahrgastinfo & IT
Daten anbinden, Qualität sichern
- Fahrzeuge anbinden – ans AVV ITCS, wo möglich
- Möglichst Echtzeit-Infos bereitstellen – Soll/Ist und Störungen
- Standards vereinheitlichen – Qualität langfristig sichern
Wir bündeln die Anforderungen und bereiten die Umsetzung vor – damit Informationen und Systeme im Erweiterungsgebiet sauber mit dem Bestandsgebiet zusammenspielen.
Stand Juni 2026
Marketing & Öffentlichkeitsarbeit
Projektbegleitend
Wir machen die Neuerungen für Bürgerinnen und Bürger im Erweiterungsgebiet greifbar – und zeigen, was der Verbund künftig bietet: ein einheitlicher Tarif, bessere Orientierung durch durchgängige Auskunft und Tickets aus einer Hand – Mobilität wird einfacher planbar und entspannter.
Die Kommunikationsstrategie steht. Kampagnenmotive werden aktuell entwickelt, die Medienplanung ist aufgesetzt. Anpassungen an Aushängen, Broschüren, Website etc. sind in einer Checkliste erfasst und terminiert.
Stand Juni 2026

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Nahverkehrsplan für den Nahverkehrsraum Augsburg 2026Plus:
So geht Mobilität in Augsburg und der Region weiter
Wie kommt man in Augsburg und im Umland künftig gut von A nach B – ohne Stress? Der Nahverkehrsplan 2026Plus setzt dafür auf 524 Seiten den Rahmen und zeigt die Richtung seit dem 1. Januar 2026.
524 Seiten müssen Sie dafür nicht lesen: Auf den nächsten Seiten finden Sie die wichtigsten Punkte kurz, klar und verständlich zusammengefasst.
Der Nahverkehrsplan ist ein Rahmen – er beschreibt Ziele, Qualitätsstandards und Schwerpunkte, aber noch keinen Fahrplan bis ins Detail. Ob und wann einzelne Maßnahmen kommen, wird später konkretisiert.
Wichtig: Der Nahverkehrsplan steht unter Finanzierungsvorbehalt. Umsetzbar ist nur, was die Aufgabenträger tatsächlich finanzieren können.

Der vollständige Nahverkehrsplan (524 Seiten) steht beim AVV zum Download bereit (Nahverkehrsplan auf avv-augsburg.de).
Wozu braucht die Region Augsburg überhaupt einen Nahverkehrsplan?
Kurz gesagt: Weil es nicht nur sinnvoll ist, sondern auch gesetzlich so vorgesehen ist.
Der Nahverkehrsplan ist der gemeinsame Rahmen für die nächsten Jahre: Hier legen die Aufgabenträger fest, welche Ziele der ÖPNV erreichen soll, welche Qualitätsstandards gelten – und wo die Schwerpunkte in der Weiterentwicklung liegen sollen.
Wichtig für Augsburg: Die Fortschreibung denkt das Verbundgebiet als Ganzes. Stadt und Landkreise werden zusammen betrachtet, damit Linien, Anschlüsse und Angebote am Ende wirklich zusammenpassen – statt dass jeder Teilraum für sich plant.
Das schafft Planungssicherheit: Es liefert eine belastbare Grundlage für Verkehrskonzepte, Ausschreibungen von Verkehrsverträgen – und damit auch dafür, wo als nächstes in Bus und Bahn investiert werden soll.
Update – die Gründe
Ein Nahverkehrsplan ist ein Entwicklungsrahmen für mehrere Jahre. Er wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf fortgeschrieben, damit er auf neue Rahmenbedingungen reagieren kann – etwa bei Siedlungsentwicklung, Mobilitätsverhalten oder Infrastruktur.
Das ist auch gesetzlich angelegt: Nach Art. 13 BayÖPNVG wird der Nahverkehrsplan in regelmäßigen Abständen überprüft und bei Bedarf fortgeschrieben.
Der neue Nahverkehrsplan ersetzt die Fassung von 2015. Er greift veränderte Rahmenbedingungen auf – und richtet den Blick vor allem auf die Entwicklung bis etwa 2030. Damit bleibt der ÖPNV in Stadt und Region so aufgestellt, dass Sie auch künftig verlässlich, klimafreundlich und komfortabel unterwegs sein können.
- Der ÖPNV hilft den Bürgern und Bürgerinnen dabei, Wege vom Auto auf klimafreundliche Alternativen zu verlagern.
- Er soll Mobilität für alle sichern – und gleichzeitig Emissionen, Lärm, Flächenverbrauch und Unfälle senken.
- Unterm Strich gewinnt die Region: mit mehr Lebensqualität – heute und in Zukunft.
Fortschreibung – die Fakten
Ein Plan wie dieser entsteht nicht über Nacht. Damit der ÖPNV in Stadt und Region wirklich zu den Wegen der Menschen im Verbundgebiet passt, wurden Daten ausgewertet, Entwicklungen abgeschätzt – und viele Stimmen aus der Praxis an den Tisch geholt.
- Den Entwurf erstellten nbsw nahverkehrsberatung PG, PB Consult GmbH und spiekermann ingenieure gmbh – eng abgestimmt mit den Aufgabenträgern und dem AVV.
- Die Grundlage: Daten, Karten, Planwerke – plus Prognosen zur künftigen Entwicklung, zum Beispiel zu:
- Angebot und Leistungsfähigkeit des heutigen ÖPNV,
- Bevölkerungsentwicklung und demografische Trends,
- Mobilitätsbedürfnisse heutiger und künftiger Fahrgäste,
- Struktur- und Raumentwicklung im gesamten Nahverkehrsgebiet.
- Wichtig: Die Fortschreibung entstand im Dialog. Eingebunden waren u. a.:
- Kommunen im Nahverkehrsraum,
- angrenzende Landkreise,
- Verkehrsunternehmen (Stadtwerke Augsburg, Gersthofer Verkehrsgesellschaft und weitere),
- Interessenvertretungen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Verbänden.
Beschlossen wurde die Fortschreibung von allen zuständigen Aufgabenträgern. In Kraft ist der Nahverkehrsplan seit dem 1. Januar 2026.
Rahmenbedingungen – die Fakten
Mehr Menschen, mehr Wege, mehr Erwartungen: Der Verkehr in der Region wächst – und Bus und Bahn stehen vor der Aufgabe, mitzuwachsen. Drei Entwicklungen treiben den Druck besonders:
- Die Region wächst – und mit ihr die tägliche Mobilität. Auch die Pendlerzahlen steigen.
- Augsburg ist Job- und Bildungsstandort: Viele kommen jeden Tag aus dem Umland in die Stadt.
- Neue Wohn- und Gewerbegebiete sorgen für zusätzliche Nachfrage – und machen Kapazität und Qualität noch wichtiger.
- Der Nahverkehrsplan gibt dafür die Richtung vor: Er richtet Angebot und Ausbau so aus, dass Sie auch bei weiterem Wachstum gut durch die Region kommen.

Ziele – die Eckpunkte
Der Nahverkehrsplan formuliert drei zentrale Zielrichtungen. Sie zeigen, worauf die Weiterentwicklung von Bus und Bahn ausgerichtet ist – auf den Hauptachsen, in der Fläche und beim Zusammenspiel mit anderen Angeboten.
- Hauptachsen stärken
Wo viele Menschen unterwegs sind, richtet der Plan den Fokus auf attraktivere Verbindungen mit den Regionalbussen – etwa durch dichtere Takte, mehr Kapazität und bessere Qualität. Ziel ist, dass Sie auf den wichtigsten Korridoren perspektivisch schneller und verlässlicher ans Ziel kommen. - Mobilität in der Fläche sichern
Mobilität soll nicht an den Stadtgrenzen enden: Der Plan zielt darauf ab, auch kleinere Orte durch ein flexibles On-Demand-Angebot stärker an zentrale Ziele und an Augsburg anzubinden. Damit bleibt im Blick, dass Sie Arbeit, Bildung und wichtige Angebote im Alltag gut erreichen können.
- Angebote klug verknüpfen
Ein weiterer Schwerpunkt ist, Bus und Bahn leichter mit anderen Angeboten kombinierbar zu machen – zum Beispiel mit On-Demand-Verkehren, Carsharing oder Bikesharing. Im Mittelpunkt steht eine bessere Verknüpfung, damit Ihre Wege insgesamt einfacher funktionieren können.
Und wie kann das in der Praxis aussehen? Der Nahverkehrsplan benennt dazu eine Reihe möglicher Maßnahmen und Ansätze. Auf den nächsten Seiten finden Sie ausgewählte Beispiele – kurz eingeordnet und verständlich erklärt.
Ziel 1: Hauptachsen – die Eckpunkte
Hier liegt der Hebel dort, wo viele Menschen unterwegs sind: auf den Hauptachsen. Der Plan skizziert, wie das Angebot dort attraktiver werden kann – vor allem als Alternative zum Auto.
- Im Fokus stehen die Hauptachsen mit besonders hohem Fahrgastpotenzial.
- Diese Linien gelten als Rückgrat des Angebots – und sind entscheidend dafür, dass der ÖPNV für die Bürgerinnen und Bürger eine echte Alternative zum Auto sein kann.
- Ansatzpunkte sind Takt, Zuverlässigkeit und Qualitätsstandards – damit wichtige Wohn-, Arbeits- und Ausbildungsorte besser miteinander verbunden werden können.
Außerdem im Blick: bessere Anschlüsse zwischen Bus und Schiene – vor allem an Bahnhöfen und zentralen Umsteigepunkten.
Stadtverkehr Augsburg – mögliche Ansätze
Für den Stadtverkehr Augsburg nennt der Nahverkehrsplan folgende Entwicklungsansätze:
- Tangentiallinien als Option: Querverbindungen stärken und Umwege über die Innenstadt reduzieren.
- Bessere Anbindung des Universitätsklinikums Augsburg als wachsender Versorgungs- und Arbeitsstandort.
- Regionalbus und Stadtverkehr besser verzahnen – damit Umstiege an den Schnittstellen Stadt/Umland einfacher werden können.
- Straßenbahn mitdenken: Das Zielnetz dient als Orientierung für mögliche nächste Schritte.
Ziel 2: On-Demand „AktiVVo“ – die Eckpunkte
Damit Mobilität auch abseits der Hauptlinien funktioniert, spielen flexible Angebote eine Rolle. Die AktiVVo-On-Demand-Verkehre sind dabei als Ergänzung zu Bus und Bahn im Nahverkehrsraum vorgesehen.
- Gedacht für Randlagen und den ländlichen Raum: als Feinerschließung, als Zubringer zu Hauptachsen und zur Schiene – dort, wo klassischer Linienverkehr schwer darstellbar ist.
- Für die Fahrgäste heißt das: Fahrt buchen, wenn Sie sie brauchen – per App oder über ein Callcenter.
- Weil die Fahrzeuge bedarfsabhängig fahren, kann das Angebot insbesondere im ländlichen Raum effizienter und passgenauer sein.

Ziel 3: Verknüpfen & umsteigen – die Eckpunkte
Je leichter das Umsteigen, desto einfacher wird Mobilität im Alltag. Der Plan setzt deshalb einen Schwerpunkt auf Knotenpunkte, an denen sich Angebote gut verbinden lassen.
- Typische Knotenpunkte: Bahnhöfe, zentrale Haltestellen, Park-and-Ride, Mobilitätsstationen.
- Ziel der Knotenpunkte: Angebote bündeln, Umsteigen vereinfachen.
- Digitales: Echtzeitinfos, mobile Tickets und Plattformen können Wege für Sie einfacher machen.
- Sharing mitdenken: Carsharing und Bikesharing als Ergänzung im Mobilitätsmix.
- Zielbild: Der Fahrgast soll Verkehrsmittel je nach Bedarf leichter kombinieren können.
Barrierefreiheit – die Eckpunkte
Barrierefreiheit ist im ÖPNV kein „Extra“, sondern ein Qualitätsmerkmal – und beeinflusst, wie planbar Ihre Wege im Alltag sind.
Der Nahverkehrsplan setzt hier einen Schwerpunkt: Damit Sie den ÖPNV möglichst ohne Hürden nutzen können – unabhängig von Alter, Einschränkungen oder individuellen Bedürfnissen.
- Im Blick sind Haltestellen, Fahrzeuge und Informationssysteme – also alles, was Ihre Reise von der Orientierung bis zum Ein- und Aussteigen prägt.
- Zielrichtung: Zugänge verständlich und nutzbar gestalten (z. B. Leitsysteme, Anzeigen, Durchsagen).
- Auch die Infrastruktur spielt eine Rolle – etwa Bordhöhen, Wegebeziehungen und Umsteigepunkte.
- Unterm Strich geht es um gleichberechtigte Teilhabe: Mobilität soll für alle erreichbar sein.
Barrierefreiheit macht den ÖPNV für alle planbarer – und verbessert am Ende die Qualität.
Damit haben Sie die wichtigsten Eckpunkte im Blick – alle Details finden Sie bei Bedarf im vollständigen Nahverkehrsplan.

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Der AktionsplanV erkehrsV erlagerung setzt in der Region spürbare Impulse
Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV von morgen erfolgreich abgeschlossen
Das Modellprojekt zur Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) steht für zukunftsgerichtete Mobilität. Es wurde im Rahmen eines Programms des Bundesamts für Logistik und Mobilität (BALM) gefördert. Im zweiten Förderaufruf wurden bundesweit sieben Vorhaben ausgewählt – darunter die Projektskizze des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbunds (AVV).
Der AktionsplanV erkehrsV erlagerung setzt in der Region spürbare Impulse
Weitere Investitionen im Überblick
| Stadt Augsburg | Maßnahmen von rund 4,4 Mio. Euro, davon etwa 3,5 Mio. Euro gefördert | |
| Landkreis Dillingen a.d.Donau | Projektvolumen von rund 400.000 Euro, davon 320.000 Euro Fördermittel |
Damit hat der AktionsplanVerkehrsVerlagerung die Mobilitätsentwicklung in der Region deutlich vorangebracht und wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des ÖPNV geliefert.
Was das Modellprojekt in der Region bewegt hat
Die Maßnahmen des Aktionsplans greifen ineinander und machen den ÖPNV in der Region mit besserem Angebot, mehr Flexibilität und einfacherem digitalem Zugang attraktiver.
Ein zentraler Hebel war der Ausbau des Linienverkehrs im AVV: Das Angebot wurde erweitert, parallel dazu auch die Bedarfsverkehre – vor allem durch zusätzliche AktiVVo-Angebote und Rufbusse. Ein weiterer Schwerpunkt war der Aufbau eines On-Demand-Hintergrundsystems als technische Basis für die neuen flexiblen Verkehrsangebote. Ergänzend wurde eine telefonische Buchungszentrale eingerichtet, um den Zugang für unterschiedliche Nutzergruppen einfach zu gestalten.
Im Stadtgebiet Augsburg wurde zudem das On-Demand-Angebot „swaxi“ ausgeweitet, mit dem Bike-Sharing-System „swabi“ kam ein weiteres nachhaltiges Angebot hinzu.
Auch die Digitalisierung machte Fortschritte: Die Mobilitätsplattform des AVV wurde weiterentwickelt, um Fahrgastinformationen und Ticketangebote zentral zu bündeln.
Im Schwerpunkt Digitalisierung und Stabilisierung des Betriebs wurde gezielt in technische Systeme und Strukturen investiert. Dazu zählen Bordrechner und Fahrscheindrucker in den Fahrzeugen, AktiVVo-Beacons sowie digitale Angebote wie die meinAVV-App mit Ticketshop, die AktiVVo On-Demand-App und AVVswipe. Hinzu kommen das Kundendialogsystem CosmoConnectPro, eine zentrale Nutzerdatenbank und die Chat-/Phonebot-Lösung AVVina.
Darüber hinaus etablierte die Stadt Augsburg eine datengestützte Verkehrslenkung, um Verkehrsströme besser zu steuern und Angebote effizienter auszurichten. Im Landkreis Dillingen a.d.Donau lag ein weiterer Fokus auf dem Ausbau des Bedarfsverkehrs im ländlichen Raum.
Der Mobilitätsschub in Zahlen
Die Wirkung der Maßnahmen zeigt sich deutlich in zentralen Kennzahlen.
Mehr Leistung
knapp 2 Mio. zusätzliche Fahrplankilometer im Linienverkehr und rund 1,1 Mio. Besetztkilometer im AktiVVo-Verkehr
Hohe Nutzung
mehr als 210.000 AktiVVo-Fahrgäste in rund 175.000 Fahrten sowie über 220.000 swaxi-Fahrgäste in etwa 175.000 Fahrten
Digitale Reichweite
mehr als 600.000 Downloads der meinAVV-App, über 300.000 verkaufte Tickets im Bartarif und mehr als 30.000 Fahrten mit AVVswipe
Ergänzende Angebote
rund 70.000 swabi-Fahrten sowie rund 7.000 Fahrgäste in über 5.000 Fahrten im Rufbusverkehr im Landkreis Dillingen a.d.Donau
Die Kennzahlen zeigen: Die neuen und ausgebauten Angebote stoßen auf hohe Akzeptanz und stärken den ÖPNV in der Region.
Was bleibt – und wie der ÖPNV jetzt weiter wächst
Der Aktionsplan wirkt über das offizielle Projektende hinaus. In den kommenden Jahren wird der klassische Linienverkehr schrittweise um weitere AktiVVo-Bediengebiete ergänzt. Das Angebot wächst weiter und wird flexibler.
Zugleich wurde eine tragfähige Basis für die weitere Entwicklung geschaffen. Moderne Bordrechner und Fahrscheindrucker standardisieren die Fahrzeugflotte und ermöglichen eine schnellere, verlässlichere Datenerfassung und -auswertung. Mit der Mobilitätsplattform und ihren Bestandteilen meinAVV-App, zentraler Nutzerdatenbank und Kundendialogsystem steht den Fahrgästen heute ein besser verzahntes Gesamtangebot zur Verfügung.
Insgesamt hat das Projekt den ÖPNV in der Region spürbar gestärkt. Die steigende Nachfrage bestätigt den Kurs. Zugleich wurde wertvolles Know-how aufgebaut, das künftige Vorhaben erleichtert.
Für die kommenden Jahre kommt es darauf an, die aufgebauten Strukturen zu verstetigen und die Finanzierung langfristig zu sichern. Nur so lassen sich weitere Ausbauschritte umsetzen und die positive Entwicklung fortschreiben.

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Digitalisierung der Fahrgastinformationen
2025 haben wir nicht nur ein Modellprojekt abgeschlossen, sondern auch ein weiteres zentrales Vorhaben ins Ziel gebracht: das Förderprojekt „Digitalisierung Fahrgastinformation“.
Fahrgastinfo in Echtzeit: ein Projekt, spürbarer Mehrwert
Drei Bausteine greifen ineinander – damit aus Daten verlässliche Fahrgastinformation wird. In der Leitstelle, im Fahrzeug und an der Haltestelle. Für Fahrgäste heißt das: Echtzeit, wenn es darauf ankommt.

Baustein 1: ITCS als Rückgrat der Echtzeitdaten
Das verbundeigene ITCS haben wir 2025 konsequent skaliert: Drei weitere Verkehrsunternehmen sind angebunden, auf ausgewählten Linien ist neue Fahrzeugtechnik produktiv gegangen. Damit sind inzwischen fünf AVV-Regionalbusunternehmen und über 70 Regionalbusse an das AVV-ITCS angeschlossen.
ITCS („Intermodal Transport Control System“) ist das digitale Betriebsleitsystem im ÖPNV: Es macht den Betrieb in Echtzeit steuerbar – und stellt konsistente Informationen für Leitstelle, Fahrzeuge und Fahrgäste bereit.

Fortsetzung Baustein 1: ITCS als Rückgrat der Echtzeitdaten
- Positionen und Fahrstatus in Echtzeit bereitstellen
- Leitstelle und Fahrzeuge per Sprache & Daten verbinden
- Echtzeit-Fahrgastinfo kanalübergreifend ausspielen
- Störungen schneller managen und Betrieb gezielt disponieren
Parallel dazu haben wir einen Rahmenvertrag für Bordrechner abgeschlossen, die speziell auf die Anforderungen des AVV abgestimmt sind. Darüber hinaus wurde ein zentrales System für den Betrieb der Bordrechner aufgebaut, getestet und abgenommen. Das System vereinfacht den Datenfluss im Fahrbetrieb und im Vertrieb und stellt eine erprobte Lösung zur Vervollständigung der AVV-Systemlandschaft dar.

Baustein 2: DFI – Echtzeit an der Haltestelle
Mit dem Förderprojekt haben wir insgesamt 46 DFI-Anzeiger an AVV-Regionalbushaltestellen umgesetzt – als TFT-Displays oder ePaper-Anzeiger.
Im Rahmen des Förderprojekts konnten die Kommunen die digitalen Anzeiger kostenfrei beziehen. Lediglich die laufenden Kosten für Softwarepflege und Instandhaltung sowie bei TFT-Displays die Stromversorgung tragen die Städte und Gemeinden selbst.
Diese Kommunen nutzten das Angebot und stellen ihren Bürgerinnen und Bürgern Echtzeitinfos direkt an der Haltestelle bereit:
Aichach, Augsburg, Gersthofen, Graben, Klosterlechfeld, Obermeitingen, Oberottmarshausen, Schwabmünchen, Untermeitingen, Wertingen und Zusmarshausen.
DFI steht für „Dynamische Fahrgastinformation“. Die Anzeiger zeigen Abfahrten und Änderungen in Echtzeit – und reduzieren Unsicherheit direkt an der Haltestelle.
- Zeigt Abfahrtszeiten, Verspätungen und Ausfälle live
- Macht Umleitungen und Ersatzverkehre schnell sichtbar
- Stärkt Orientierung und Vertrauen – ohne App-Zwang
Baustein 3: EMS – Klartext bei Störungen, in jedem Kanal
Fahrgäste erwarten klare Informationen – möglichst sofort und über alle relevanten Kanäle. Genau dafür setzen wir seit Anfang 2026 das speziell für den ÖPNV entwickelte Ereignis-Management-System (EMS) von Mentz ein: Ob Störung, Umleitung, Baustelle oder Veranstaltung – die Meldung wird im EMS einmal angelegt und anschließend konsistent über alle verfügbaren Kanäle verteilt. Szenario-Vorlagen und Textbausteine sorgen für verständliche, wiedererkennbare Formulierungen – auch dann, wenn es schnell gehen muss.
Weil jeder Kanal eigene Textlängen und Formate verlangt, werden Meldungen im EMS mediengerecht ausgespielt: Hinterlegte Vorlagen und Textbausteine sorgen dafür, dass Inhalt und Ton zur jeweiligen Ausgabe passen. Aktuell werden Meldungen u.a. in der Fahrplanauskunft, den DFI-Anzeigern sowie als Störungsinformation für Linien auf der AVV-Website bereitgestellt; die Bespielung der TFTs in den Fahrzeugen ist darüber derzeit (noch) nicht möglich und muss noch manuell umgesetzt werden.
EMS („Ereignis-Management-System“) bündelt Störungsmeldungen zentral und spielt sie konsistent über alle Kanäle aus.
- Einmal erfassen, überall ausspielen
- Klartext dank Vorlagen
- Schneller informieren im Störfall

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Projektstudie AVV/MVV: Verbundfusion prüfen – Tarif, Technik und Umsetzungspfad
Im Berichtsjahr 2025 haben wir gemeinsam mit den Kollegen im MVV eine Projektstudie zur möglichen Fusion der Verkehrsverbünde AVV und MVV umgesetzt. Im Fokus: ein belastbares Zielbild für ein künftiges Tarifsystem – und eine klare Einordnung der technischen, finanziellen und organisatorischen Konsequenzen. Dass wir dieses Zusatzprojekt auf beiden Seiten parallel zum Tagesgeschäft in hoher Taktung vorangetrieben haben, macht uns stolz.
Ziel klar. Vorgehen getaktet.
Mit der Studie haben wir Chancen und Auswirkungen einer Zusammenführung beider Verbünde analysiert und entscheidungsreif aufbereitet. Dabei war das Projekt kein „Nebenbei-Thema“: Wir haben fachliche, technische und finanzielle Fragestellungen gebündelt, priorisiert und in einem eng abgestimmten Vorgehen bearbeitet – im laufenden Betrieb und in enger Verzahnung mit dem Tagesgeschäft, sowohl im AVV als auch im MVV.

Tarife im Check – Zielbild im Blick
Nach Analysen, in Workshops und Abstimmungsterminen haben wir mit dem MVV die bestehenden Tarifmodelle systematisch verglichen und daraus Eckpunkte für ein potenzielles, neues Tarifsystem abgeleitet. Dabei haben wir Auswirkungen auf Prozesse und Vertrieb konsequent mitgedacht und notwendige Anpassungen transparent dokumentiert.
Systeme, Aufwand, Kosten: der Reality-Check
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der technischen Machbarkeit. Wir haben die erforderlichen Anpassungen der Vertriebssysteme beschrieben und hinsichtlich Aufwand und Kosten bewertet. Darauf aufbauend haben wir potenzielle laufende Kosten (u. a. HDTV) sowie voraussichtliche Einmalkosten einer Umstellung quantifiziert und einen ersten Projektplan mit wesentlichen Etappen und Abhängigkeiten erarbeitet.

Übergang regeln. Erlöse fair teilen. Recht klären.
Parallel haben wir gemeinsam mit den Beteiligten ein Übergangsmodell für die Einnahmenaufteilung in einem fusionierten Verbund entwickelt. Zudem haben wir rechtliche Rahmenbedingungen geprüft und die inhaltlichen Grundlagen für erforderliche Grundsatzbeschlüsse vorbereitet.
Alle mitnehmen: Kommunikation und Gremien auf Kurs
Transparenz und Einbindung waren über den gesamten Projektverlauf leitend. Wir haben Informationsformate, Gremienläufe und Präsentationen in unterschiedlichen Fraktionen geplant, vorbereitet und durchgeführt – mit dem Ziel, Vorgehen, Annahmen und Ergebnisse jederzeit nachvollziehbar zu machen. Die enge Abstimmung zwischen AVV und MVV über zahlreiche Schnittstellen hinweg hat dabei gezeigt, dass beide Organisationen auch unter hoher Parallelbelastung schnell und verlässlich gemeinsam liefern können.
Entscheidungsreif – und was jetzt zählt
Damit liegt nun eine belastbare Entscheidungsvorlage für das weitere Vorgehen zur möglichen Verbundfusion vor. Wie es weitergeht, hängt maßgeblich von den politischen Entscheidungen ab – insbesondere von der Klärung der Finanzierung.

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Mehr Verlässlichkeit, mehr Klimaschutz, mehr Flexibilität:
Wie der AVV den Nahverkehr jetzt neu ausrichtet
Ausschreibungen nach EU-Standard, eine deutlich sauberere Busflotte und flexible On-Demand-Verkehre: Der AVV macht die nächsten Ausbauschritte im regionalen ÖPNV konkret – und bringt damit mehr Planbarkeit in die Alltagsmobilität.
Überplanung im ÖPNV
Überplanung ist der strategische Feinschliff im Netz: Aus Daten, Nachfrage und Betriebserfahrung wird abgeleitet, wo Linien, Takte und Anschlüsse nachgeschärft werden müssen – damit Bus und Bahn verlässlicher, einfacher und effizienter funktionieren.
- Fahrgastfokus: Nachfrage messen, Lücken schließen, Angebot passgenau zuschneiden.
- Netz & Takt: Linien, Anschlüsse und Frequenzen sauber verzahnen – der Takt als System.
- Umsetzung: Haltestellen und Flotte modernisieren, Kapazitäten gezielt stärken.
Startschuss für den Verkehrsvertrag „Holzwinkel“
Mit dem Verkehrsvertrag „Holzwinkel“ setzt der AVV erstmals die Beschaffungsvorgaben für saubere Fahrzeuge nach der Clean Vehicles Directive (CVD) um – und macht klimafreundliche Fahrzeuge im Regionalbusverkehr zum neuen Standard. Geplant sind zehn batterieelektrische Busse, rund 65% der Gesamtflotte.
Der Vertrag ist zugleich ein zentraler Baustein des Nahverkehrsplans 2026+ im AVV-Verbundgebiet: Mit der neuen AVV-Regionalbuslinie 500 wird erstmals eine Kernachse aus dem Plan vollständig in den Betrieb überführt.
Die Linie 500 bedient die nachfragestarke Achse Augsburg – Neusäß – Aystetten – Welden und wird über Altenmünster bis Wertingen weitergeführt.
Verkehrsvertrag „Westliche Wälder 01“:
Frühe Klarheit für Fahrgäste und Kommunen
Mit der anstehenden Ausschreibung des Verkehrsvertrags „Westliche Wälder 01“ treibt der AVV die Umsetzung des Nahverkehrsplans 2026+ konsequent voran. Wie beim Vertrag „Holzwinkel“ basiert die Vergabe auf den Zielsetzungen des Nahverkehrsplans. Herzstück ist eine datenbasierte Überprüfung der Auslastung auf allen Linien: Fahrpläne werden konsequent an der tatsächlichen Nachfrage ausgerichtet. Fahrten mit geringer Nachfrage ersetzt der AktiVVo „Meitingen Lechtal“.
Das zahlt doppelt ein: Der Einsatz konventioneller, verbrauchsintensiver Busse sinkt – und zugleich entsteht ein flexibles Angebot für die flächendeckende Erschließung. Für Fahrgäste bedeutet das während der Bedienzeiten ein durchgängiges Fahrtenangebot: Regionalbus, wo er sinnvoll ist – oder bedarfsgerecht der AktiVVo.
Ausbau der On-Demand-Verkehre:
Flächendeckendes Angebot im Landkreis Augsburg ab Dezember 2026
Der AVV baut seine On-Demand-Verkehre weiter aus. Mit dem Verkehrsvertrag „AktiVVo NordWest“ entsteht der erste On-Demand-Bündelvertrag im Verbundgebiet. Gleichzeitig werden die Gebietsbezeichnungen nach dem Prinzip „zentraler Ort plus Region“ vereinheitlicht. Das erleichtert die Orientierung und stärkt die Wiedererkennbarkeit der Angebote.
Das im Juni 2023 gestartete Pilotprojekt „Holzwinkel-Roth-Zusamtal“ wird ab Dezember 2026 um den Markt Dinkelscherben sowie die Kommunen Horgau und Wertingen erweitert. Künftig tritt das Gebiet unter dem Namen „AktiVVo Zusmarshausen Zusamtal“ auf.
Der „AktiVVo Westliche Wälder“ erschließt den nordöstlichen Landkreis Augsburg von Gersthofen und Gablingen über Meitingen und Thierhaupten bis nach Nordendorf und Wertingen. Als flexibles Angebot ergänzt er den Nahverkehr außerhalb der Hauptverkehrszeiten. Neuer Vermarktungsname ist „AktiVVo Meitingen Lechtal“.
Der AktiVVo Neusäß erhält den Namen „AktiVVo Neusäß Schmuttertal. Er erschließt das westliche Umland Augsburgs und verknüpft die Region mit dem „AktiVVo Zusmarshausen Zusamtal“ sowie dem Augsburger Stadtverkehr.
Verkehrsvertrag „Lech Süd“:
Klimafreundliche Flotte seit Dezember 2025
Der Verkehrsvertrag „Lech Süd“ startete im Dezember 2025 mit einer überwiegend klimafreundlichen Flotte. Sieben Fahrzeuge fahren mit synthetischen Kraftstoffen, vier Busse sind batterieelektrisch unterwegs – damit sind mehr als 70% der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im Einsatz.
Mit der Neuvergabe wurden außerdem Linienfahrpläne und Linienwege punktuell angepasst. So beginnt und endet die Linie 100 seit Dezember 2025 nicht mehr am Bahnhof Mering, sondern am Bahnhalt Mering-St. Afra. Für Pendlerinnen und Pendler bedeutet das: kürzere Reisezeiten von und nach München sowie weniger Verspätungsrisiko, etwa durch Verkehrsbehinderungen.
Vorbereitung weiterer Neuvergaben
Der AVV treibt die Neuordnung seiner Linienbündel voran: Für Paartal 01 und Zusam werden die Vorabbekanntmachungen vorbereitet. Für „Stadtbus Friedberg“, „Wittelsbacher Land 03“ und „Wittelsbacher Land 04“ wurden umfassende Überplanungen geprüft; entschieden wurde schließlich eine vertragliche Verlängerung im bestehenden Status quo. Für Wertach 02 wird die Auftragsbekanntmachung vorbereitet.
Parallel läuft die Überplanung für ein flächendeckendes AktiVVo-System im Landkreis Aichach-Friedberg, das die Lücken des On-Demand-Services im AVV-Gebiet schließen soll. Potentielle Inbetriebnahmen würden dann eng mit den jeweiligen Betriebsaufnahmen im Regionalbusverkehr abgestimmt werden.

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Kurz berichtet
Alles, was man sonst noch wissen sollte – kompakt, klar und ohne lange Vorrede.
- KI im AVV: Copilot schafft produktiven Mehrwert
- Betriebliche IT: Datenqualität und Steuerung im Fokus
- 40 Jahre AVV: ein Jubiläum mit Strahlkraft
- Deutschlandticket im AVV: neue Logik, neue Erlösströme


KI im AVV: Copilot schafft produktiven Mehrwert
Seit Ende 2025 ist Microsoft Copilot im AVV im Einsatz. Der Fokus liegt hierbei auf klar definierten Anwendungen mit unmittelbarem Nutzen im Arbeitsalltag – von schnelleren Textentwürfen bis zu effizienteren Recherchen und Zusammenfassungen oder Auswertungen. Gleichzeitig gelten verbindliche Regeln für Datenschutz, Sicherheit und den verantwortungsvollen Einsatz.
Copilot im AVV: fünf Bausteine für den erfolgreichen Start
Fünf Bausteine, die uns beim Start geholfen haben
- Kompetenz im Projektteam aufgebaut: Rollen geklärt, Know-how gebündelt, Verantwortung fest verankert.
- Use Cases aus dem Alltag priorisiert: z.B. Textentwürfe, Zusammenfassungen und Recherche – dort gestartet, wo der Nutzen sofort spürbar ist.
- Leitplanken definiert: Welche Daten dürfen in KI-Tools – und welche nicht? Wir nutzen freigegebene Unternehmenszugänge statt privater Tools und achten auf nachvollziehbare Ergebnisse.
- Teams befähigt: Kurze Trainings, Praxisbeispiele und interne Ansprechpersonen – mit dem Grundsatz: KI macht Vorschläge, die Verantwortung bleibt beim Menschen.
- Wirkung gemessen: Feedback aus den Teams und Blick auf konkrete Effekte wie Zeitersparnis, weniger Rückfragen und bessere Qualität.
Nächster Schritt: Erfolgreiche Anwendungen werden nun schrittweise breiter ausgerollt, die Leitlinien parallel weiter geschärft.
Deutschlandticket im AVV: neue Logik, neue Erlösströme
Wie viele Menschen im AVV mit dem Deutschlandticket unterwegs sind, lässt sich nur näherungsweise bestimmen. Das Ticket ist bundesweit erhältlich und wird weit über klassische Pendlerverkehre hinaus genutzt. Entsprechend anspruchsvoll ist auch die Frage, wie die Erlöse aus dem Deutschlandticket fair verteilt werden.
Die Logik der EAV-Stufe 1 war klar: Wer das Deutschlandticket verkauft, behält die daraus erzielten Erlöse.
Mit EAV-Stufe 2 zum 01.09.2025 hat sich dieses Prinzip verändert. Maßgeblich ist seither nicht mehr allein der Verkauf, sondern die Zuordnung der Einnahmen zu dem Verkehrsraum, in dem die Kundinnen und Kunden verortet sind.
Die Verteilung erfolgt über die Postleitzahl der Wohnadresse und damit zunächst über das jeweilige Bundesland. Von dort aus werden die Mittel nach der internen Einnahmenaufteilung der Tariforganisation an die zuständigen Zahlungsstellen weitergegeben. Zuvor wird eine Vertriebsprovision für das verkaufende Unternehmen abgezogen.
Für den AVV ist die Wirkung bereits sichtbar: Im Regionalbusbereich fließen erstmals monatlich Erlöse aus bundesweiten Deutschlandticket-Verkäufen zu, aktuell in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro pro Monat. Das macht das Deutschlandticket zu einem relevanten Baustein für die künftige Finanzierung des Verbundes.
EAV-Stufe 2: die neue Verteilungslogik auf einen Blick
Start: Seit dem 01.09.2025 gilt die Zuordnung über die Wohn-PLZ.
Vertriebsanreiz: Vor der Verteilung wird je regulärem Ticket ein Vorwegabzug von 2,72 Euro netto berücksichtigt; bei Job- und Semester-Deutschlandtickets fällt dieser geringer aus.
Verteilung: Der um den Vertriebsanreiz reduzierte Ticketpreis wird über die Wohn-PLZ zugeordnet und nach dem Leipziger Modell verteilt.
Betriebliche IT: Datenqualität und Steuerung im Fokus
Auch in der betrieblichen IT wurden wichtige Grundlagen weiterentwickelt. So werden die Fahrplandaten für das Open-Data-Angebot auf der AVV-Website inzwischen automatisiert aktualisiert. Das erhöht die Verlässlichkeit der Datenbasis und reduziert zugleich den manuellen Aufwand in der laufenden Pflege.
Parallel ist ein zentrales Power BI-Dashboard entstanden, in dem AktiVVo-Statistiken, AFZS-Daten und Pünktlichkeitswerte gebündelt zusammenlaufen. Das schafft eine bessere Grundlage für Vergleich, Auswertung und die Nutzung zentraler Kennzahlen – sowohl für die operative Steuerung als auch für strategische Entscheidungen.
40 Jahre AVV: ein Jubiläum mit Strahlkraft
Der 40. Geburtstag des AVV wurde im gesamten Verbund sichtbar gefeiert. Höhepunkt war die Jubiläumsveranstaltung mit mehr als 150 Gästen – von Staatsminister, Aufsichtsrat und Partnern bis zu den Mitarbeitenden. Ansprachen, Rückblicke und Ausblicke, ein Auftritt von YoungStage sowie eine Lasershow machten den Abend zu einem starken Zeichen für die Entwicklung des Verbunds und seine Zukunft.

Das Jubiläum wurde für die Fahrgäste erlebbar
Unsere Aktion für die Fahrgäste: ein Gewinnspiel, 10.000 kostenlose Postkarten und – passend zum Motto „Unser Ticket verbindet“ – ein gemeinsames Erlebnis. 80 Gewinnerinnen und Gewinner besuchten ein exklusives ClockClock-Studiokonzert im Radio-Fantasy-Studio und machten das Jubiläumsjahr auch nach außen sichtbar.





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Zahlen, die Bewegung zeigen
Zahlen zeigen, wie sich unsere Region bewegt: Die Bevölkerung im AVV-Verbundgebiet wächst, die Nachfrage bleibt hoch, Vertrieb und Einnahmen entwickeln sich weiter. Die wichtigsten Kennzahlen des Geschäftsjahres 2025/2026 im Überblick.


Eine Region in Bewegung
Strukturdaten
Die Bevölkerung im AVV-Verbundgebiet wächst weiter. Rund 724.000 Menschen leben inzwischen in der Region. Die Altersstruktur macht sichtbar, wie unterschiedlich Mobilität im Alltag funktionieren muss: Berufspendlerinnen und Berufspendler brauchen verlässliche Verbindungen, Schülerinnen und Schüler planbare Wege, ältere Menschen gut erreichbare und barrierearme Angebote.
Auch die Pendlerzahlen zeigen, wie eng die Region wirtschaftlich verflochten ist. Zum Stichtag 30.06.2025 wurden mehr als 178.000 Einpendlerinnen und Einpendler sowie über 208.000 Auspendlerinnen und Auspendler gezählt. Augsburg bleibt der zentrale Arbeits- und Wirtschaftsstandort im Verbundgebiet – und ein wichtiger Taktgeber für den öffentlichen Nahverkehr.
Eine Übersicht aller Strukturdaten finden Sie hier:
Mehr Schülerinnen und Schüler im Verbundgebiet
Strukturdaten

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen wächst stetig. Der anhaltende Zuwachs zeigt die Attraktivität der Region und verdeutlicht zugleich die Bedeutung einer verlässlichen und zukunftsorientierten Mobilität für junge Menschen.
Starkes Angebot, stabile Nachfrage
Betriebsleistung

Der AVV bleibt ein wichtiger Mobilitätsanker in der Region. 2025 wurden rund 71,87 Millionen Beförderungsfälle gezählt. Damit liegt die Nachfrage weiter auf hohem Niveau – deutlich über den Corona-Jahren, aber noch unter dem Vor-Pandemie-Wert von 82,73 Millionen Fahrgästen im Jahr 2019.
Auch das Angebot entwickelt sich weiter. Die Zahl der Haltestellen blieb stabil, die Verkehrsleistung stieg auf 26,32 Millionen Wagenkilometer. So passt sich der öffentliche Nahverkehr Schritt für Schritt an die Anforderungen einer wachsenden und mobilen Region an.
Eine Übersicht aller Betriebsleistungen finden Sie hier:
Deutschlandticket prägt den Ticketmarkt
Verkaufsstatistik

Die Verkaufsstatistik zeigt den Wandel im Ticketmarkt: Bartarif, Wochen- und Monatskarten sowie klassische AVV-Abos gehen weiter zurück, während das Deutschlandticket deutlich dominiert. 2025 wurden rund 811.000 Deutschlandticket-Monatsscheiben gezählt – knapp 4 Prozent mehr als im Vorjahr.
Eine Übersicht aller Verkaufsstatistiken finden Sie hier:
Einnahmen legen deutlich zu
Einnahmen und Ausgaben

Der neue Ticketmix zeigt Wirkung: Die Fahrgeldeinnahmen im AVV stiegen 2025 auf 79,46 Millionen Euro – ein Plus von 9,3 Prozent.
Besonders stark legten die allgemeinen Zeitkarten zu; hier ist auch das Deutschlandticket enthalten.
Eine Übersicht aller Einnahmen und Kosten finden Sie hier:
Stabile Basis, klare Dynamik
Gesamt

Der AVV bleibt auf Kurs: 71,9 Millionen Beförderungsfälle, 79,5 Millionen Euro Fahrgeldeinnahmen und steigende Schülerzahlen zeigen eine stabile Entwicklung mit klarer Dynamik.
Eine Gesamtübersicht finden Sie hier:

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Endstation? Nur für heute.
Sie sind bis zum letzten Abschnitt mitgefahren – danke fürs Einsteigen, fürs Dranbleiben, fürs Interesse. Auch wenn dieser Bericht hier endet, bewegt sich der ÖPNV weiter. Und wir mit ihm. Bleiben Sie neugierig, bleiben Sie unterwegs – wir freuen uns auf die nächste gemeinsame Fahrt.
Bis bald im AVV!


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